Digitale Erziehungshilfe – Chancen und Herausforderungen

Auch vor den sozialen Diensten macht die Digitalisierung der Lebenswelten nicht halt. Daher suchen wir einen pro-aktiven, konstruktiv-kritischen Zugang, um jungen Menschen und ihren Familien die gesellschaftliche Teilhabe auch über digitalisierte Zugänge zu ermöglichen.

Wichtig ist dabei einerseits eine Sensibilisierung für die digitale Möglichkeiten, andererseits aber auch eine Sensibilisierung vor den Gefahren. Physische und virtuelle Räume fließen kaum trennbar ineinander.

In neuen Sozialräumen, sprich Chatrooms, Online-Spielen und Internetgemeinschaften, begegnen sich Kinder und Jugendliche. Physische Treffpunkte und persönlicher, analoger Austausch werden dadurch teilweise ersetzt, gleichzeitig aber auch erweitert und vertieft.

Um Menschen auch künftig in ihren Lebenswelten erreichen zu können, muss die Jugendhilfe ihnen auch in virtuellen Lebens- und Sozialräumen begegnen. Sie muss jungen Menschen digitale Kompetenzen vermitteln, um ihre schulische, berufliche und gesamtgesellschaftlichen Teilhabe zu sichern.

Anfang 2017 eröffnete das Digital-Cafe Gustav 2.0 im Gustav Heinemann Haus, Tannenbusch. Im Gustav 2.0 bieten wir offene, zielgruppenorientierte und sozialräumliche Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Heranwachsende und Eltern. Mit dem Ziel, neue Möglichkeiten der pädagogischen Beziehungsgestaltung mit Hilfe digitaler Medien zu erschließen und die digitalen Kompetenzen der Menschen zu erweitern.