UNBEGLEITETE MINDERJÄHRIGE AUSLÄNDER

FLIEHEN. ANKOMMEN. DABLEIBEN.

Durch den Zustrom von Flüchtlingen ist die Jugendhilfe stärker denn je gefordert – wir stehen vor der größten humanitären Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Belastungsgrenzen der Menschen ebenso wie die der Institutionen werden nun bereits seit Monaten in vielerlei Hinsicht stark geprüft. Spürbar wurde dies zunächst vor allem im Bereich der Inobhutnahme. In diesem Kontext müssen wir einerseits bestehende vertragliche Verpflichtungen erfüllen, andererseits wollen wir uns offensiv der Verantwortung für die Menschen stellen.
Vertrauen. Integration. Perspektive.
Viele unbegleitete minderjährige Ausländer haben in ihrem Heimatland oder auf der Flucht traumatische Erfahrungen gemacht. Gerade der Umgang mit diesen Traumata stellt hohe Anforderungen an die pädagogische Betreuung: Vertrauen aufbauen, Integration fördern und Zukunftsperspektiven erschließen – gegen jede Barriere und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der jungen und  traumatisierten Flüchtlinge.
Hehre Ziele, für die es keine Zeit der Vorbereitung gab. So fehlte und fehlt es nicht allein an Mitarbeitenden, sondern ebenso an Räumen, Materialien und sozialpädagogischen Standards zur Betreuung dieser Zielgruppe.
Für uns in der Jugendhilfe gibt es viel zu tun – und immer wieder Neues zu lernen, das macht unsere Arbeit auch immer wieder spannend.

Auf den Weg gebracht…
Fachliche Kooperationen wurden gebildet mit

  • dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V.,
  • zahlreichen Fortbildern und Experten zur Realisierung des Fort- und Weiterbildungsprogramms für die Arbeit mit jungen Flüchtlingen,
  • dem Nachhilfeinstitut Bonn,
  • Borschel-Media,

Zusätzliches Personal wurde eingestellt, Fachkräfte, konzeptionell geeignete Kräfte, Helfer, Ehrenamtler und viele mehr. Weiter wurde das Projekt Stadtgrenzenlos entwickelt und wir haben an vielen Orten Wohnraum geschaffen: In Bonn. In Köln. Im Kreis Ahrweiler. Die Entwicklung im Bereich der Flüchtlingsarbeit verlangt uns allen eine Menge ab. Gemeinsam wollen wir diesen Weg gehen und dazulernen – ab sofort auch interkulturell.