Axenfeldhaus

Ev. Axenfeldhaus

Die Mutter straffällig, alkoholabhängig und Drogenkonsumentin, der Vater wenig präsent und ebenfalls dem Alkohol zugetan. Janina war weder geplant, noch war sie erwünscht. Sie störte eher in der erst wenige Monate bestehenden Beziehung der Eltern. Janina leidet aufgrund des starken Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft, unter einer vorgeburtlichen Schädigung. Schon als Säugling ist sie sehr unruhig und schreit viel.
Sie lebt mit zwei älteren Geschwistern bei der Mutter und lernt wegen der Alkoholexzesse schon früh Verantwortung auch für ihre Mutter zu übernehmen. Der Vater trennt sich von der Familie. Er hat keinen Zugang zu den Kindern.
Janina wird nun mit den häufig wechselnden Partnern der Mutter konfrontiert.
Immer wieder kommt es aufgrund des Alkohols zu Totalausfällen der Mutter, in die Kinder fremd untergebracht werden. In stabilen Phasen kehren sie zurück ins Elternhaus. Kontakte zum Vater finden jedoch nur sporadisch statt.

Die Familie erhält Unterstützung durch das Jugendamt. Janinas soziale und kognitive Entwicklung wird immer wieder durch Beziehungsabbrüche und Vernachlässigungsphasen gestört. Sie zeigt im schulischen Alltag Konzentrationsstörungen und distanzgemindertes Verhalten.
Als die Mutter erneut in die Kriminalität abrutscht und zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt wird, werden die Kinder fremduntergebracht. Mit 12 Jahren zeigt Janina zunehmend dissoziale Züge, entzieht sich immer wieder den Systemen des Jugendschutzes, entweicht aus diversen Einrichtungen, versäumt monatelang die Schule, wendet sich einer älteren Jugendgruppe zu und gefährdet sich durch Drogen, Alkohol und  Prostitution sehr stark selbst. Sie zeigt nach außen aggressives, distanzloses Verhalten, schlägt verbal und körperlich um sich, kommt immer wieder mit dem Rechtssystem in Konflikt.
Im Alter von 13 Jahren wird Janina bei uns im Ev. Axenfeldhaus vorgestellt, mit dem Auftrag, eine Zukunftsperspektive zu finden. Anfänglich rebelliert Janina durch extrem ablehnendes, aggressives Verhalten. In kleinschrittiger Annäherung gelang es jedoch, Janina zur Mitarbeit zu motivieren. Nach wie vor zeigt sie große Probleme im Gruppenkontext, doch zeigt sie auch weichere Seiten. So reagiert sie beispielweise im Kontakt mit Tieren sehr positiv und kann ihr Verhalten immer besser steuern.
Im Anschluss an die Clearingphase ist eine Unterbringung in einer intensivpädagogischen Einzelförderung  empfohlen. Die Kontakte zur Mutter werden engmaschig begleitet und angeleitet.


Namen wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert

Das Evangelische Axenfeldhaus ist ein Zentrum für Diagnostik, Inobhutnahme und Krisenintervention mit Standort in Köln-Porz.
Kinder und Jugendliche mit besonders herausforderndem Verhalten, die in verschiedenen Lebensbereichen massive Auffälligkeiten zeigen, kommen zur Krisenintervention und/oder Diagnostik ins Axenfeldhaus. Oft vollzieht sich ihre Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Familie, Jugendhilfe, Psychiatrie und Justiz.

Ziel ist es, den Kreislauf wiederkehrender Veränderungsversuche und deren Scheitern wirksam zu unterbrechen, um mit den Eltern und den Jugendlichen gemeinsam eine neue Perspektive zu entwicklen. Durch:

Das Evangelische Axenfeldhaus ist Bestandteil einer sorgfältig entwickelten Kooperation zwischen der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim und der Kinder- und Familienhilfen Michaelshoven.

Das Evangelische Axenfeldhaus bietet:

Einen sehr wesentlichen Beitrag zu einem gelingenden Aufenthalt stellt die enge Verbindung zwischen sozialpädagogischer, psychologischer sowie kinder- und jugendpsychiatrischer Arbeit dar. Wir stehen hierzu in enger Abstimmung und engem Austausch mit beiden kinder- und jugendpsychiatrischen Abteilungen sowie mit weiteren Trägern der Jugend- , Behinderten- und Suchtkrankenhilfe in Köln.

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